TouriSpo Magazin

Die schönsten Gebirgspässe in den Alpen

Ob mit dem Motorrad, Cabrio oder Fahrrad – wer Kurven und Berge liebt, ist auf den Passstraßen der Alpen genau richtig. Vorbei an schroffen Felsmassiven, saftigen Almwiesen und traumhaften Bergseen schlängeln sich die Straßen über zahlreiche Kehren und Serpentinen durch das Hochgebirge und bieten dabei spektakuläre Ausblicke. Aufgrund ihrer Höhenlage sind die Pässe meist nur in den Sommermonaten befahrbar.

Die Bergstraße hinauf auf das Stilfserjoch wird nicht ohne Grund als "Königin der Alpenstraßen" bezeichnet. Knapp 50 Kehren führen allein auf der Südtiroler Seite hinauf auf 2.758 Meter. Damit ist sie die höchste Passstraße Italiens. Die fast 200 Jahre alte Straße ist besonders bei Motorrad- und Radfahrern äußerst beliebt, bietet aber neben der abenteuerlichen Strecke auch ein herrliches Panorama über den Nationalpark Stilfserjoch

Die Großglockner Hochalpenstraße führt auf 48 Kilometern vom Salzburger Land nach Kärnten. Das Highlight auf der Strecke ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Von dort genießt du einen beeindruckenden Panoramablick zur Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen, sowie zum Großglockner, dem mit 3.798 Metern höchsten Berg Österreichs. Wer mit dem Rad zum Fuscher Törl will, sollte auf jeden Fall genug Ausdauer mitbringen.

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Über das Timmelsjoch - auf italienisch Passo Rombo - gelangst du von Sölden im Ötztal in das Südtiroler Passeiertal. Der höchste Punkt der Alpenstraße liegt auf 2.509 Metern. Von dort eröffnet sich bei guter Sicht ein Ausblick bis zu den Dolomiten. Befahrbar ist die Timmelsjoch Hochalpenstraße je nach Wetterlage von Ende Mai oder Anfang Juni bis Oktober.

Vor allem Motorradfahrer sollten sich auf dem Weg das Top Mountain Motorcycle Museum an der Mautstation nicht entgehen lassen. Denn im höchstgelegenen Motorrad-Museum Europas finden Zweirad-Nostalgiker eine spannende Sammlung historischer Motorräder.

Auf der Grenze zwischen den italienischen Provinzen Trient und Belluno liegt das Pordoijoch. Mit einer Scheitelhöhe von 2.239 Metern ist der Passo Pordoi der höchste der vier Pässe der Großen Dolomitenstraße, die von Bozen nach Cortina d'Ampezzo führt. Im Sommer ist das Pordoijoch Ausgangspunkt für gemütliche Spaziergänge sowie anspruchsvolle Bergtouren und Klettersteige. Vom Pass fährt außerdem eine Seilbahn hinauf zum Sass Pordoi.

Über den Furka Pass gelangst du von Andermatt im Kanton Uri ins Walliser Gletsch. Auf der Walliser Seite eröffnet sich unterhalb der 2.431 Meter hohen Passhöhe am historischen Hotel Belvédère ein eindrucksvoller Ausblick auf den Rhonegletscher. Hier lohnt sich auch ein Abstecher in die Eisgrotte, die seit Ende des 19. Jahrhunderts jedes Jahr aufs Neue in den Gletscher geschlagen wird. Ein besonderes Erlebnis ist ebenfalls die Fahrt mit der nostalgischen Furka-Dampfbahn.

Wer von Andermatt nach Airolo möchte, kann natürlich den Gotthard-Eisenbahntunnel oder den Straßentunnel der A2 nutzen. Wesentlich attraktiver, wenn auch länger, ist jedoch die Fahrt über den Gotthardpass. Bereits seit dem Mittelalter wird die wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Schöllenenschlucht und das Urserental hinauf zur Passhöhe auf 2.107 Metern genutzt. Besonders beeindruckend ist die Tremola-Passage an der Südflanke des Passes. Die 24 dichten, kopfsteingepflasterten Serpentinen gelten als längstes Baudenkmal der Schweiz.

Ebenfalls in der Schweiz liegt der San Bernardino Pass. Die rund 100 Kilometer lange Alpenstraße verläuft vom Hinterrhein-Tal bis ins Tessin. Dabei führt sie vorbei an den Seen Laghetto Moesola (Foto) und Lago d'Isola, passiert die spektakuläre Viamala-Schlucht und überwindet die Europäische Wasserscheide.

Welche immensen Kräfte ein Gletscher hat, wird bei einer Fahrt über den 2.284 Meter hohen Julierpass deutlich. Denn entlang der Alpenstraße zwischen Silvaplana im Oberengadin und Tiefencastel im Albulatal säumen zahlreiche Findlinge den Weg durch die Alpenwiesen. Die großen Steinblöcke wurden vom Eis hierher transportiert und prägen die von Geröll durchzogene Landschaft des Passes. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pässen ist der Julierpass auch im Winter befahrbar.

Der Col du Galibier ist vor allem unter Radsport-Fans bekannt. Der Pass zwischen St.-Michel-de-Maurienne und Briançon ist nämlich seit mehr als 100 Jahren Teil des berühmten Radrennens Tour de France. Über steile Kurven steigt die Straße hinauf bis auf 2.645 Meter in die Hochgebirgslandschaft der Haute Alpes. Dabei gilt es Anstiege von bis zu 12 Prozent zu überwinden.

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